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Report: WINTER GAMES 2016

in Aktuelle REPORTS 12.12.2016 16:20
von office • 163 Beiträge



REPORT WINTER GAMES - NORDDEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN der DBL

......

Das letzte offizielle DBL-Turnier 2016 ging am 10.Dezember 2016 im nordhessischen Oberelsungen über die Bühne.
Der Standort war schon öfter Schauplatz von kleiner angelegten Veranstaltungen, zuletzt fand dort auch die offizielle ETF-TKD-Dan-Prüfung 2016 statt.

Die Mehrzweckhalle in Oberelsungen, einem Stadtteil von Zierenberg in der Nähe von Kassel, ist relativ klein. Aber eindeutig auch als recht fein, hell und gepflegt zu beschreiben.
Ausserdem nur ein paar Minuten von der Autobahn entfernt. Insgesamt eine sehr gute Wahl für die 1.Winter Games, die den "Nikolaus-Cup" früherer Jahre abgelöst haben.

Vom Winter war (dankbarerweise...) an diesem Tag keine Spur zu sehen. Was der gesamten Veranstaltungsorganisation dann auch eher zugute kam.
Der technische Aufbau und Abbau lief komplett in weniger als 2 Stunden wie am Schnürchen. Das Ausrichterteam und ein paar Helfer von auswärts, die am Samstagmorgen noch die Mattenfläche zum Austragungort mitgebracht hatten, sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Mit nur 6 bzw. 7 anwesenden Schiedsrichtern war die Jury natürlich nur dünn besetzt. Aber für 1 Wettkampffläche reichte das völlig aus und es waren ausschliesslich bewährte und sehr fachkundige Mitwirkende im Kampfgericht gelistet.

Sehr hilfreich war ein neues System beim Sparring, mit "Kampfnummern", bei dem jeder Kampf vorher festliegt und es, seitens der Kämpfer und ihrer Betreuer, genaugenommen keinerlei Verzögerungen geben sollte. Denn die entsprechenden Listen und Kampffarben hat jeder schon einige Zeit vor dem Turniertermin vorliegen.

In Oberelsungen klappte mit den (elektronischen) Anzeigensystemen ansonsten alles prima. Turnierdirektorin Dorothea Kapkowski hatte testweise eine ganz einfache Wertungszeige für die Technischen Wettbewerbe (Formen) in Anwendung gebracht.
Sieht man oben auf einem der Bilder. Dafür brauchte es noch nicht mal eine Tastatur und der Berichterstatter konnte die Wertungen tatsächlich von ganz hinten in der Halle noch gut erkennen.

Auch sonst lief es, sogar völlig ohne Nikolaus(imitator), sehr entspannt und harmonisch ab.
Zum sportlichen Teil kann man bemerken, dass es viele sehr gute Leistungen auf der Matte gegeben hat und dabei sogar einige unerwartete.

Eine tolle Leistung von der 12-jährigen Wettkämpferin Emma Möldner TuS Schwarzenau:

Sie schaffte es tatsächlich als allererste Sportlerin überhaupt, den Wettbewerb "BRUCHTEST SERIE" komplett durchzustehen.
Sprich, sie konnte im Wettbewerb sämtliche Bretter mit den verschiedenen festgelegten Fuss-Techniken zertreten.
Und das erledigte sie ziemlich perfekt, wie der snapshot oben aus einem Video zeigt.

Diese Leistung ist auch deswegen erwähnenswert, weil sich bei dem (eigentlich...) relativ einfachen Serienbruchtest(wettbewerb) bei früheren Turnieren so manche Bruchtest-Sportgrösse? mehr oder weniger blamiert hat. Da sind reihenweise Schwarzgurte ausgeschieden, bereits nach der ersten oder zweiten Runde mit einfachsten Kicks.
Bei Emma "nur mit Blaugurt" sah das deutlich anders aus.
Vergleichsweise sollten solche Bruchtests für Dan-Inhaber, Cheftrainer oder sogar "Weltmeister" eine leichte Übung sein, oder ?



Gelungenes Experiment in der BudoAthletischen Wettkampfkategorie SPEED FENCING (Soft Stick Fechten):
Erstmals wurde der Kampf nicht auf der bisher üblichen "Fechtbahn" geführt. Sondern auf der gesamten Matte, also wie beim Sparring allgemein.

Aufgrund der Einführung eines akustischen Stopp-Signals gab es beim Speed erstmals keinen klassischen "Kampfleiter" mehr auf der Matte.
Den Referee gab es auch beim "NULLKONTAKT"-Kämpfen nicht mehr. Eine Neuerung, die praktisch wohl eine Verbesserung darstellt.

Für 2017 ist auf dem Gebiet "Kämpfen OHNE Kontakt" eine interessante Neuschöpfung geplant. Näheres dazu an anderer Stelle.

Das typische Sparring = Vollkontakt-Kämpfen stand bei den Winter Games nicht sehr im Vordergrund. Zwar gab es einige sehenswerte Begegnungen im Jugendbereich, wie z. B. im snapshot Finale Klasse 70kg zu sehen. Dort siegte Daniel Schwarz TuS Schwarzenau mit leichten, aber klaren Kopftreffern.

Insgesamt waren die Sparringsklassen leider viel zu dünn besetzt und mehrere Klassen mussten von vorherein ausfallen.


Was vor allem einen einzigen Verein = SV Weetzen Niedersachsen etwas benachteiligte und dabei leider massiv bei den Seniorenkämpfern.
Zu diesem Thema gab es an anderer Stelle ausführlich was nachzulesen.


Ein Coach fiel mit einer Frage bzw. Anmerkung aus der Gerüchteküche auf:
So wie das von ihm zu verstehen gewesen ist - ein paar seiner? Kämpfer wollten? deshalb nicht beim Turnier antreten,
weil angeblich die Schutzausrüstung = gemeint ist die "Kampfweste" verboten sein soll.

Äh, ja - Gerüchteküche eben und deswegen immer wieder noch viel weniger als rein gar nichts dran an der Sache...

SOLLTE...ALLGEMEIN LÄNGST BEKANNT SEIN...und steht übrigens auch in der AUSSCHREIBUNG aufgeführt:
Beim K-Taekwondo-Sparring gibt es seit einiger Zeit in der DBL die folgende, nicht uninteressante, Lösung:
Die typische TKD-Kampfweste darf der Wettkämpfer auf eigenen Wunsch weglassen. Bedeutet - niemand MUSS das WTF-Kampfkorsett schnüren !

Man DARF aber jederzeit, wenn man unbedingt will !

Einzige Vorschrift in diesem Zusammenhang:
Der Kampfpanzer MUSS unterhalb der offiziellen DBL-Farbmarkierungsweste getragen werden.

So wie es aussieht, sind einige Kämpfer ganz froh über diese Wahlmöglichkeit.
Denn das Panzerkorsett engt den Aktiven meist nur ein und wenn man es nicht grad für "Sensorpunkte" braucht, dann kann man über den Sinn ein wenig streiten.

Der Klassensieger in dem Bild oben hatte beispielsweise keine Kampfweste umgeschnallt. Bemerkt hat das vermutlich kaum jemand. Der Reporter hier schon.


Erwähnenswert - die wie immer sehr stimmungsvollen Siegerehrungen, welche dann ebenfalls wie am Schnürchen liefen.

Tatsächlich waren wir bereits um 18.30 Uhr mit dem sportlichen Programm, vergleichsweise recht frühzeitig, fertig.
Wie oben geschildert, war das "Aufräumen" recht unproblematisch und dauerte nur noch ca. 1 Stunde.

Verdienter Gesamtsieger des Tages und damit Norddeutscher Meister in der Team-Wertung

Die Mannschaft von TuS Schwarzenau aus Nordrhein-Westfalen.

Dahinter auf Platz 2 der Niedersachsen-Club

Mun-Hwa Celle

und auf dem dritten Platz
der Ausrichter aus Hessen.


Insgesamt ein toller Veranstaltungstag bei der letzten DBL-Wettkampfveranstaltung 2016...diesmal mit ohne Nikolaus...
...und so manche(r) "Weihnachtsmann" (-frau) ist beim "Kämpfen" dort ebenfalls nicht vermisst worden.


letztes update: 08.01.2017 14.00h


zuletzt bearbeitet 13.03.2017 12:17 | nach oben springen

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