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KTAE-Rangliste - Stand Oktober 2014

in KTAE-Forum - Alles über KTAE SPARRING 30.09.2014 16:36
von BAOffice • 1.216 Beiträge

Ein paar Informationen zur DBL-Rangliste, Abteilung KTAE - Stand NACH den BudoAthletic Games, September 2014

Die Rangliste KTAE ist zur Zeit noch nicht erstellt worden, weil das
a) mit Arbeitsüberlastung zu tun hat...aber....
b) auch mit einer ganz klar "sportlichen" Überlegung

Für die Erstellung der KTAE-Rangliste, die sich dann voraussichtlich nur auf den Teil "Vollkontakt" beziehen wird, werden nicht nur "Placierungen", also Platz 1-2-3 benötigt.
Sondern SÄMTLICHE KÄMPFE, mit Angabe von SIEG oder NIEDERLAGE, die ein KTAE-Wettkämpfer absolviert hat = die bei offiziellen Turnieren und Veranstaltungen auf der Matte.

Da sich dafür wahrscheinlich kein zusätzlicher „Kampf-Sportpass“ einrichten lässt, wird als beste Lösung eine entsprechend komplett geführte Ranglisten-Kartei in Frage kommen.

Vorlage für sowas ist ganz klar die "Traditionssportart" BOXEN, bei der es durchweg üblich ist, ein genaues Kampfprotokoll zu führen, also auch bei einer Ranglistenführung.

Es ist nur (leider) mal wieder zu erwarten, dass die Vereine und Trainer, sowie die Sportler selber, bei sowas nur begrenzt tatkräftig mitwirken.
Dann dauert es allgemein länger bzw. man muss mal abwarten, wie sich einiges tatsächlich in der Praxis entwickelt und was sich realistisch umsetzen lässt.

Ich sage es hier ganz offen - für die Sportsaison 2015 und darüber hinaus, garantiere ICH für nichts.
Im kommenden Sportjahr würde ICH persönlich mein 38.Dienstjubiläum als Organisator von Kampfsport-Wettbewerben feiern.

Also von halbwegs "echten" Turnieren. In der Grössenordnung von klein, aber fein bis zu internationalen Mega-Events.
Alles war durchdacht, mit Ehrlichkeit und viel Liebe zum Detail aufgebaut.
Den "Nutzen ziehen" daraus sollten DIE KÄMPFER und ihre Trainer - sofern sie diese Bezeichnung verdienen.

Den armseligen Jokus, den andere während dieser Zeiten abgeritten haben, den möchte ich nicht endlos per Fressebuch und Zwitscherer erleben oder andauernd sinnlos auf meinen eigenen Webseiten kommentieren müssen.

Zum Thema KTAE ist in einem Beitrag im BA FORUM nach den BA GAMES 2014 Aufschlussreiches geschrieben worden.
Siehe und lies hier:
BudoAthletic Games 2014 - The Days after

Das KTAE-Kämpfen, was auch bei den BA GAMES insgesamt sehr erfolgreich praktiziert worden war, hat eine gewisse "Ähnlichkeit" mit dem, was z. B. TAEKWONDO (WTF-Stil) vor vielen Jahren einmal gewesen ist...und nach Meinung vieler fachkundiger Beobachter auch besser hätte bleiben sollen. Um wirklich als "Vollkontakt" gelten zu dürfen.

Stattdessen ist eine Art "Punktgefecht" daraus geworden mit dick eingepackten, vermummten Kampftaktikern, bei dem zu einem Grossteil nur noch kleine Taeki-Kids und übergewichtige Bonsai-Jugendliche auf Anfängerniveau vor einer Anzeigetafel agieren. Oder ihr ganzes sportliches Leben lang "Formen" praktizieren, anstatt ansatzweise wirklich etwas vom "Kämpfen" mit Fuss und Faust zu verstehen.
Die Regeln dafür werden "traditionell" im Mutterland der Entwickler weitergeschraubt. Sportlich sehr plausibel oder gar wirklich interessant für das Publikum sind sie niemals geworden.

KTAE hat einen anderen Ansatz, aber ob der für mehr als ein Fachpublikum interessant wird, wie im Kampfsport (hierzulande) allgemein üblich - das bleibt derzeit noch eine völlig offene Frage.

Eins ist aber klar:
Für die Ranglistenführung, aber auch für wichtige Fragen der Registrierung von "Punkten", "Treffern", Kampfzeiten, Farbgebung, Schutzausrüstung, Bekleidung und das gesamte Management von Turnier-Wettkämpfen - da sind die eingetrichterten Rituale Marke "Taekwondo", "Kickboxen", "Karate" und Co. kein Massstab.

Erstens sind einige "Traditionen" im herkömmlichen Kampfsport weder allzu plausibel, noch wirklich hilfreich in der sportlichen Praxis.
Die meisten davon waren und sind ganz einfach eine Art "Erziehungsmassnahme für die Kultur aus Fernost".

Zweitens - wenn wir schon eine Tradition bei dieser Art "BudoAthletisches" Kämpfen entwickeln wollen - dann eine eigene und mit einer durch und durch sportlichen Grundlage.

Nur EIN Beispiel:
SPORT lebt vielfach von der SPANNUNG.
Beim Kampfsport, aber z. B. vergleichsweise beim Tennis, läuft die Dramaturgie der Spannung etwas anders ab, als in Mannschafts-Ball-Sportarten.

Aufmerksame Beobachter und sogar die Teilnehmer selbst - haben bei den letzten (ersten) KTAE-Wettkämpfen beispielsweise eine kleine Renaissance der SPANNUNG in der Sporthalle erlebt.
Die z. B. bei herkömmlichen TKD-Wettkämpfen Marke Olympia systembedingt längst gar nicht mehr aufkommt.

Also entweder weiss JEDER längst, wer gewonnen hat = weil es irgendwo von Anfang bis Ende offen angezeigt wird (informativ, aber langweilig ?)
oder
ALLE bleiben bis zur Verkündung des "Urteils" der 3 (4) Kampfrichter im Ungewissen, wie die Sache ausgeht (manchmal nervenzerfetztend, oder ?)

Wenn ein weiteres Beispiel an dieser Stelle noch genehm ist - auch das Kämpfen auf einer deutlich kleineren Fläche = 6x6 bis maximal 8x8 Meter – hat einige entscheidende Vorteile.
Auch ein handelsüblicher Boxring bewegt sich in einer Abmessung von 5x5 bis höchstens 8x8 Meter.

Kämpfen auf kleinem Raum stellt sich deutlich anders dar, als das, was ein merkwürdiger Kenner der Szene mal als „Taekwegrenn“ bezeichnet hatte.

Habe ich nie vergessen, diese einprägsame Bezeichnung oder besser „Abqualifizierung“ eines Fuss-Faust-Kampfes, der mittlerweile so ziemlich OHNE Faust funktioniert. Nicht aber ohne anerkannte Fäustlinge zum Verpacken der Hände mit einem weltweit beliebten Logo drauf.

Das Wegrennen, Ausweichen, Punktkicken, insbesondere nach rückwärts, funktioniert traditionell auf einer möglichst weitläufigen, für den Taktiker bequemen, Ebene.

Man kann eine Weile trefflich drüber streiten über derlei Kämpfen, aber Hinfallen-lassen nach hinten, den elektronischen Auslöser trotzdem irgendwie treffen und dann bin ich „Punktsieger“, vielleicht sogar ausserhalb der weitläufigen Matte – diese Art „Vollkontakt“ überzeugt selbst unbedarfte Laien nur sehr begrenzt.

Noch einmal abschliessend zum Thema RANGLISTE KTAE.

Es würde, beispielsweise mich, wenig überzeugen, wenn in der KTAE-Rangliste gleich wieder Kämpfer drinstehen, die gar nicht so richtig kämpfen wollen.

Bereits beim ersten Versuch von Politik, Drücken oder Herumquatschens sollte so einer sofort wieder aus der Rangliste entfernt werden.
Klingt bitter, aber eventuell sogar der ganze Tiger-Verein auf einmal.

GUT, dass sich jetzt niemand böswillig angesprochen fühlt.
Oder wenn, dann plant der Chef für sich und seine Kinder bestimmt schon den nächsten „Weltverband“.

Meiner Einschätzung nach = die eines früheren Trainers – kämpft ein wirklicher Kämpfer IMMER.
Bei jeder sich bietenden passenden Gelegenheit.
Es sei denn, er ist verletzt, tatsächlich dringend verhindert, tot oder Schlimmeres.

Die Einstellung, die in früheren Jahren, aber wohl auch noch heute, bei diversen Strategen, Grossmeistern und Cheftrainern, sowie deren „Schülern“ zu finden ist – die ist allzuoft eine ganz andere. Mehr so Schwergewicht im Tarnen, Täuschen und sich Verpissen.

Meister des grünen Tisches, die z. B. „Taekwondo-Meistertitel“ bei uns gezielt auskungeln wollten = am besten ohne zu kämpfen – sowas ist beim KTAE nicht denkbar.

Im übrigen greift speziell beim KTAE das LIGA-PRINZIP.
Was bedeutet – nur gelistete Wettkämpfer sind regulär startberechtigt, alle anderen höchstens als Ausnahmefall.
Wobei bei den Titelwettbewerben pro Klasse maximal 4 Kämpfe vorgesehen sind = 2x Halbfinale, 1x Finale und 1x Kampf um Platz 3.

Wobei DU als Ranglistenerster (der Sportsaison) automatisch als Finalist, z. B. für einen Titel-Kampf feststehst.
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