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NOlympia - ein wenig Background zur Realität im "Sport"

in NEBENBEI BEMERKT - NEWS und ANMERKUNGEN am Rande 16.05.2013 10:30
von BAOffice • 1.202 Beiträge

Vielleicht haben es ein paar Leute innerhalb von ein paar Jahren endlich mal gemerkt - ich bin (in meinem persönlichen "Kampfsport"-Leben) andauernd nicht nur sportlich, organisatorisch oder naturrein idealistisch tätig gewesen, sondern irgendwie auch immer (und sogar vorrangig...) "JOURNALISTISCH".

Meine Bemühungen um kritische ''Aufklärung" haben mir nicht unbedingt viele grosse Freunde beschert, sondern eher fortlaufend sowas wie mächtige Feinde.
Na gut - "mächtig" im Sinne von dicker Frosch im eigenen kleinen Tümpel - das trifft es vielleicht dabei noch am besten.

Wenn ich mir die branchenübliche Schwarzdan- und Grösstmeister-Fraktion im Kampfsport so ansehe, die die Ehre ich hatte, der all die Jahre über den Weg zu laufen - dann muss ich dazu noch folgendes Do-Prinzip anmerken:

Wenn man nach "Erfolg" strebt, dann ist es nicht ratsam im Lande der Dummen und Korrupten allzu offen klug und ehrlich aufzutreten.
Schlau und gerissen schauspielert man lieber seine Weile lang den weltweit "Anerkannten" und wenn´s drauf ankommt, auch den Scheissfreundlichsten.
Später - als selbsternannter Präsident, Welt- und Grossmeister oder auch Urkundentrixxer-Passfälscher-Schwätzbacke, müssen sich dann eh alle vor einem verbeugen.

Worauf will ich hier hinaus ?

Weltweit und auch in einigen "Nischen" = besonders im Kinder- und Jugendbereich oder in sich abgegrenzten hardcore-Szenerien - da ist "Kampfsport" oder "Kampfkunst" nicht so bedeutungslos, wie das -beispielsweise- in einem "Fussball-Motor-Winter-Freizeit-Sport"-Land wie Deutschland abgehandelt wird.
Von der Teilnehmerzahl und auch wirtschaftlich wird das meist nur nicht entsprechend wahrgenommen.

Aber die unsägliche Zersplitterung in -zumeist äusserst unglaubwürdige- "Verbände" tut halt ihr Eigenes. Sie liegt aber auch in der Natur der Sache und man kann sagen - auch auf diesem Gebiet gibt es sowas wie eine "Tradition" - die sich weiter fortpflanzt und wohl niemals enden wird. Dieses Phänomen stirbt sicherlich nicht mehr aus.

Traditionell ist man sich aber vor allem uneins, bereits in den eigenen Kreisen ist das so. Jeder strebt nach "Erfolgen", vorrangig aber immer nach dem für sich selbst und wenn man sich mit Fragen der "Qualität" = auch der sportlichen, beschäftigt, dann kann man als Aussenstehender oder als kritischer Beobachter, nur noch mit dem Kopf schütteln.

Ich finde es beispielsweise sehr bemerkenswert, wenn ich Jahre später durch "Herumsurfen" zufällig Leute wiederfinde, die in meinen Kreisen dafür bekannt waren, dass sie sich konsequent vor den Aufgaben und der Verantwortung als KAMPFRICHTER gedrückt haben. Oder bei einzelnen, seltenen Einsätzen in dieser Rolle für eine extreme (miserable) Qualität gesorgt haben.
Woanders sind die dann plötzlich in vorderster Front für eine "Deutsche Meisterschaft" massgeblich tätig.
Auf dem Beipackzettel steht bei denen aber nichts von "Risiken und Nebenwirkungen". Im Regelfall ist auch hierbei nur grosser Jubel angesagt.

Die "richtige" Sportszene - die nimmt das rein gar nicht ernst und sie kann unter geschäftsmässigen Gesichtspunkten auch nicht sehr viel mit diesen Kampfkeksen anfangen.

Als da wären - die wirklich grossen Sportverbände und -Veranstalter, deren Finanz- und Werbepartner, die dazugehörigen Regierungen und nicht zuletzt die Medien, die das ganze schön zusammenkochen. Denn auch da wird mit Sport erstmal vor allem Folgendes bewegt = jede Menge Geld.

"Kampfsport", also dieses ganze amateurhaft angelegte Asia-Zeugs, Marke Billigheimer und Kleine Drachentiger, mit dem wir uns andauernd herumschlagen, das gilt in diesen Kreisen als pures Randereignis.

Einzig und allein eine "olympische Anerkennung" führt in gewissen Grenzen aus dem Schattendasein heraus, aber in vielen Ländern auch das nicht so ganz, sondern mehr auf einen Umweg in Richtung "Subventionspfad" = es fliessen Steuergelder und öffentliche Förderung - weil vom Zuschauer, von millionenschweren kommerziellen Geldgebern und vom wirklichen öffentlichen Interesse in Wirklichkeit nicht die Spur zu sehen ist.

Was ICH persönlich vom heutigen "Taekwondo" halte bzw. von seiner olympischen Kampf-Variante und übergreifend vom Olymp des Sportes als solchem - das muss ich hier nicht gross thematisieren. Ich hatte an anderer Stelle schon einiges dazu geschrieben. 2010 habe ich die Herren der Ringe intensiver kennengelernt, als ich es mir je hätte träumen lassen.
Es ging niemals um "Sport" dabei, sondern ausschliesslich um Geld...und Macht. Alles sehr un-sportlich, aber eben höchst professionell.

MEINE MEINUNG - und dazu habe ich einige Jahre gebraucht, um mir eine Meinung bilden zu können. Denn als junger Mensch in früheren Zeiten habe ich das noch ganz anders gesehen und damals lag einiges bei diesem Thema wohl auch noch etwas anders. Heutzutage aber gibt´s nichts anderes als eine Art Weltregierung des Sports, da wird nichts weiter abgezogen als eine extrem grosse Show mit gekauften und gedopten Gladiatoren. Die sind nur ein willfähriges Mittel zum Zweck für eine Werbe- und Unterhaltungsindustrie, die einerseits Menschen zu versklaven und andererseits grossangelegt zu verdummen und auszubeuten versteht.

Nebenher funktioniert das auch noch bestens auf Kosten der Allgemeinheit, also so wie in den meisten Ländern professionelle Politiker es gut verstehen, das Geld der arbeitenden Bevölkerung zu vergeuden, so nimmt die Sportfamilie, die im Olymp thront, Städte, Staaten, den Steuerzahler in die Millionen-Milliarden-Haftung und spielt dabei den Heilsbringer des grossen sportlichen Glücks. Schönen Gruss vom Innenministerium - das ist hierzulande der gesetzliche Partner und eifrige Mittelbeschaffer - aber nur für Lizenzsportarten.

Allenfalls der bezahlte Fussball fabriziert das Ganze inzwischen noch einen Tick professioneller, aber wer mit seiner jeweiligen Werksmannschaft = junge Millionäre in kurzen Hosen nur noch rein blau-gelb oder schwarz-weiss denkt, der interessiert sich vermutlich sowieso sehr wenig für das, was hinter den Kulissen stattfindet.

Die Wahrheit ist:
Diese Art "Spiele" sind ein Armutszeugnis für jeden Menschen mit echtem Sportsgeist.

Überlegt doch einmal ein bisschen, wieviel Billig-Tagelöhner in Nah-Ost-Ländern für die Marken-Schuhe oder die Fussbälle zum Knechten gezwungen werden.
Oder was der ganze aufgeblasene Ski-Zirkus in den Alpen tatsächlich anrichtet. Na, Hauptsache Umsatz.

Hier der Hinweis auf eine aufschlussreiche Quelle für jede Menge sinnvolle Kritik an der sportspezifischen Weltherrschaft:
Die Webseite
http://www.nolympia.de
spricht für sich selbst - einfach klicken und lesen und nachdenken, ob hier und da an dieser bedauerlichen Kritik nicht doch was dran ist...


Wie die Medien gestrickt sind und warum "Kampfsport" in Deutschland nicht im TV zu sehen ist - ausser als 23.30 Uhr-Randereignis einer Frau Dr.Steif oder ab und zu als Clownsnummer, Steine mit der linken Brust zerkloppen oder Brettchen zerbeissen usw. - kann man in folgendem Artikel ganz gut nachlesen:
Die öffentlich-rechtlichen Sport-Sender
http://www.nolympia.de/munchen-2018-die-...n-sport-sender/


Nur kein Neid - ich selbst habe sehr intensiv erlebt, wie man hierzulande mit einem ganz kleinen Sportbetrieb umgeht. Der grad überhaupt keine Millionen hat, weder schwarze noch andersfarbige. In der Schweiz wäre mir das sicher nicht passiert.
Armer Bayern-Wurstl-Uli - wärst Du doch besser komplett ausgewandert, anstatt nur den Spekulanten mit dem unbekannten Schweizer Konto zu machen.

Die Sport-Paläste
Thomas Kistner schrieb: “Das Schweizer Vereinsrecht ist eine Traumvorlage für Sportverbände, die ja faktisch Millionen- oder Milliardenbetriebe sind. Zwei Personen können einen Verein gründen; es existiert keine Registerpflicht, schon gar keine Verpflichtung zu Buchprüfung oder für externe Kontrollen” (Kistner 2012, S. 273).
http://www.nolympia.de/munchen-2018-die-...litik-artikel1/


Ach ja - und was hat Nord- KOREA jetzt wieder mit Olympia-München zu tun ?
Jubelkinder
http://www.nolympia.de/munchen-2018-die-...itik-artikel-2/


Ringen war mal ein höchst traditioneller olympischer Kampfsport. Seit neuestem hat sogar Boxen irgendwie Angst um seinen Status auf dem Berg der Götter.
Genau deshalb soll ein professioneller Publikums- und Sponsorenmagnet namens KLITSCHKO für das kommende O-Spiel wieder reaktiviert werden.
Ich frage mich - wo soll dabei der immer noch fast lupenrein "koreanische" Fusstritt-Kampf Taekwondo bleiben, bei den kommerziellen Überlegungen über Einschaltquoten, Werbeträger, ausverkaufte poomse-Hallen usw. usw.

Ringer-Rauswurf: Die Olympischen Disziplinierungs-Spiele
http://www.nolympia.de/2013/02/ringer-ra...ierungs-spiele/

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